Soli-Konzert fürs AKW-Bitterfeld mit Todeskommando Atomsturm am 06.08.15 im Stattpark Olga

todeskom soli

„Politische und materielle Solidarität für einen Ort nicht-rechter, alternativer Jugendkultur!

In der Nacht zum 18. April 2015 verübten bislang unbekannte Täter einen Brandanschlag auf einen Wohnwagen auf dem Gelände des Alternativen Kulturwerks (AKW) in Bitterfeld-Wolfen. Nur durch einen glücklichen Zufall hielt sich die Person, die in dem Wohnwagen normalerweise lebt und arbeitet, in dieser Nacht nicht im Wagen auf. Der Wohnwagen wurde durch den Anschlag total zerstört.
Das AKW Bitterfeld-Wolfen ist einer der wenigen Orte im Landkreis Anhalt-Bitterfeld, in dem sich Flüchtlinge und nicht-rechte, alternative und antifaschistische Jugendliche und Erwachsene vor rechten Angriffen und rassistischen Diskriminierungen sicher fühlen. Der Wohn- und Arbeitsort von einem Dutzend jungen Frauen und Männern, die durch Kultur- und Werkstattangebote einen nicht-kommerziellen und neonazi-freien Raum geschaffen haben, existiert seit 18 Jahren. Nun ist dieser Raum akut bedroht.

Neonazistische Offensive in Bitterfeld

Der Brandanschlag reiht sich ein in eine Serie von 15 politisch rechts motivierten Angriffen in Bitterfeld-Wolfen seit Jahresbeginn 2015. Bei diesen Angriffen drangen u.a. vermummte und bewaffnete Neonazis in Wohnungen von linken Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein, ein 16-Jähriger wurde am Bahnhof mit einem Baseballschläger angegriffen, Flüchtlinge wurden bedroht und mit Flaschen beworfen und Anschläge auf Abgeordnetenbüros der LINKEN und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN verübt. Mindestens sieben Menschen wurden bei den Angriffen verletzt. (vgl. u.a. die Chronik der Mobilen Opferberatung, www.mobile-opferberatung)
Die Offensive der Neonazis ist kein Zufall: Seit Monaten hetzen in der 40.000-Einwohnerstadt Bitterfeld die extrem rechten Reichsbürger, Neonazis vom III. Weg, von der Partei „Die Rechte“ und die Freien Kameradschaften bei so genannten Montagsmahnwachen öffentlich gegen Flüchtlinge, Juden und Jüdinnen und junge Linke. Ermutigt fühlen sich die Täter_innen auch durch die anhaltende Welle rassistischer Stimmungsmache wie zuletzt in Tröglitz. Die Neonazis setzen in Bitterfeld – und nicht nur dort – darauf, dass das bunte, manchmal laute und bewusst andere Leben im AKW aneckt und stellen sich als Vollstrecker eines vermeintlichen „Volkswillens“ gegen alternative (Sub-)kulturen dar.

Solidarität und Sicherheit

Damit die Betroffenen mit den Angriffsfolgen nicht alleine gelassen werden und das AKW Bitterfeld-Wolfen als sichtbarer Ort nicht-rechter Kultur auf Dauer abgesichert werden kann, sind politische und materielle Zeichen der Solidarität dringend notwendig.“

http://alternativeskulturwerk.blogsport.de/2015/06/09/spendenaufruf

http://olga089.blogsport.de/

http://todeskommando.de/

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