Kundgebung: Für Freiräume und unkommerzielle Kultur am 12.06.21

Die rausgeputzte, aufpolierte Hochglanzlangeweile greift in München immer weiter um sich. Diese rein auf Verwertung ausgelegte Aufwertung bedeutet Verdrängung und Vereinzelung. Die Mieten werden immer krasser, Leute ohne Geld werden an den Rand geschoben und ausgeschlossen. Gerade in einer Stadt, wo alles so sehr dem Zwang unterworfen ist, sich rechnen zu müssen, braucht es Räume zum Ausprobieren und Zusammenkommen – ohne Konsumzwang. Es braucht Freiräume und Orte für unkommerzielle Kultur. Viele dieser Projekte sehen sich aber ständig bedroht, immer ist da diese Unsicherheit wie es weitergeht. Viel zu viel Energie geht allein dafür drauf, sich irgendwie über das nächste Jahr zu retten. Dass sich die Lage durch die Coronapandemie verschärft hat, wundert nicht. Die viel gefeierten Zwischennutzungen, die die letzten Nischen beleben dürfen, bevor sie lukrativ zugebaut werden, sind nicht die Lösung. Damit sich an dem ganzen Schlamassel etwas ändert, muss Krach geschlagen und auf diese Misslage aufmerksam gemacht werden. Dazu haben wir uns Leute ins Boot geholt, die sich mit Krach gut auskennen. Und Leute die uns von ihren Läden und Häusern erzählen, weil: Niemand schafft das Allein.

Musikalische Untermalung kommt von Rötten Shock, GrGr und Morttaĉmento Nukleaŝtormo.

Eh klar: Wenn wir zusammen was schaffen wollen, müssen wir auch aufeinander aufpassen. Das heißt auch: Achtet auf Masken und Abstände.

Sa. 12. Juni 2021, Zenettistraße Höhe Schlachthofgelände

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